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Mercedes A-Klasse AMG: Fakten zu Leistung, Preisen & Motor

James Alfie Bennett Morgan • 2026-07-28 • Gepruft von Sofia Wagner

Zwischen Alltagstauglichkeit und Rennstrecken-Performance liegen bei der Mercedes A-Klasse AMG über 100 PS Unterschied – und ein Preisgefälle von rund 20.000 Euro. Wir haben die Fakten zu Leistung, Preisen, Motoren und den hartnäckigsten Gerüchten zusammengetragen.

Leistung A 35: 306 PS ·
Leistung A 45 S: 421 PS ·
Neupreis A 45 S: ab ca. 65.000 € ·
Günstigster AMG (A 35): ca. 45.000 € ·
Motor A 35 / A 45: 2,0-Liter-Vierzylinder (M260 / M139) ·
Antrieb A 35: Frontantrieb (4MATIC optional)

Kurzüberblick

1Leistung & Motor
2Preise
3Antrieb
4Bekannteste Mythen

Wie viel PS hat eine A-Klasse AMG?

Die Leistungsspanne innerhalb der A-Klasse AMG ist beachtlich: Zwischen dem Einstiegsmodell A 35 und dem Spitzenmodell A 45 S liegen über 100 PS Unterschied. Beide nutzen jedoch einen 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbomotor, der bei Mercedes-AMG in Affalterbach entwickelt und gefertigt wird.

Leistung des Mercedes-AMG A 35

  • Leistung: 225 kW (306 PS) bei 5.800–6.100 U/min (Mercedes-Benz Deutschland)
  • Drehmoment: 400 Nm bei 3.000–4.000 U/min (Mercedes-Benz Deutschland)
  • Beschleunigung 0–100 km/h: 4,7 Sekunden (Mercedes-Benz Deutschland)
  • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h (elektronisch begrenzt)

Leistung des Mercedes-AMG A 45 S

  • Leistung: 310 kW (421 PS) bei 6.750 U/min (Mercedes-AMG Deutschland)
  • Drehmoment: 500 Nm bei 5.000–5.250 U/min (ADAC)
  • Beschleunigung 0–100 km/h: 3,9 Sekunden (ADAC)
  • Höchstgeschwindigkeit: 270 km/h (ADAC)

Der Unterschied im Drehmoment ist fast so markant wie die PS-Zahl: 500 Nm im A 45 S gegenüber 400 Nm im A 35 bedeuten vor allem beim Herausbeschleunigen aus Kurven einen spürbaren Vorsprung. Der A 35 erreicht sein maximales Drehmoment bei 3.000 U/min, der A 45 S erst bei 5.000 U/min – wer also auf der Rennstrecke im oberen Drehzahlband fährt, profitiert vom stärkeren Motor.

Was das bedeutet

Der A 35 ist für den Alltagssportler gemacht, der im Stadtverkehr und auf der Landstraße souverän beschleunigt. Der A 45 S verlangt höhere Drehzahlen und belohnt den Fahrer dann mit Rennstrecken-Performance, die sonst in dieser Klasse unüblich ist.

Das Muster: Je höher die Drehzahl, desto deutlicher trennen sich die beiden Modelle – der A 45 S ist ein Motor, der gefordert werden will.

Was kostet ein A45 AMG neu?

Die Preisunterschiede zwischen den AMG-Modellen der A-Klasse erklären nicht nur PS-Zahlen, sondern auch Technik und Ausstattung. Wer einen neuen A 45 S kaufen will, muss tiefer in die Tasche greifen als für einen A 35.

Die folgende Tabelle zeigt die offiziellen Einstiegspreise im Vergleich.

Modell Neupreis (ca.) Leistung
Mercedes-AMG A 35 4MATIC ab ca. 45.000 € (Auto Bild) 306 PS
Mercedes-AMG A 45 S 4MATIC+ ab ca. 65.000 € (Mercedes-AMG Deutschland) 421 PS

Der Preisaufschlag von 20.000 Euro für den A 45 S erkauft sich der Käufer mit Allradantrieb, einem Achtgang-Getriebe und über 100 PS mehr – das sind rund 190 Euro pro Mehr-PS.

Preisvergleich zu anderen AMG-Modellen

Der Einstiegspreis für die AMG-A-Klasse liegt rund 20.000 € unter dem eines Mercedes-AMG C 63 S (ca. 85.000 €). Damit ist der A 35 der günstigste Weg in die AMG-Welt, während der A 45 S für ein kompaktes Performance-Fahrzeug bereits im Bereich von VW Golf R und Audi RS3 liegt.

Das Paradox

Der A 45 S ist zwar der teuerste A-Klasse-AMG, aber im Vergleich zu größeren AMG-Modellen immer noch das verhältnismäßig günstigste Hochleistungsmodell der Marke. Käufer zahlen für das Konzept „kleiner Sportwagen mit Allrad“ etwa 20.000 € Aufpreis gegenüber dem A 35.

Die Preise für Gebrauchte beginnen für den A 35 bei etwa 25.000 €, für den A 45 S bei rund 30.000 € – je nach Laufleistung und Baujahr (AutoScout24).

Der Effekt: Wer einen gebrauchten A 45 S kauft, bekommt 421 PS zu einem Preis, der unter dem eines neuen VW Golf R liegt – aber mit deutlich höheren Folgekosten.

Hat die Mercedes A-Klasse AMG einen Renault-Motor?

Diese Frage geistert seit Jahren durch Foren und Stammtische. Dahinter steckt ein Missverständnis: In Basismodellen der A-Klasse (etwa A 180 d) kam tatsächlich ein Dieselmotor von Renault zum Einsatz. Für die AMG-Versionen gilt das nicht.

Ursprung des Motors in der A-Klasse AMG

  • Motor M260: verbaut im Mercedes-AMG A 35 – entwickelt und produziert bei Mercedes-AMG in Affalterbach (Mercedes-Benz Deutschland)
  • Motor M139: verbaut im Mercedes-AMG A 45 S – Eigenentwicklung von Mercedes-AMG mit über 200 PS pro Liter Hubraum (Mercedes-AMG Deutschland)

Faktencheck: Renault-Motor im A 35/A 45?

Eine offizielle Bestätigung von Mercedes-Benz für einen Renault-Motor in der AMG A-Klasse existiert nicht. Der ADAC (Datenblatt A 45 S AMG Premium Plus) führt den M139 als Ottomotor mit 1.991 cm³ Hubraum und 310 kW Leistung – ohne Renault-Beteiligung (ADAC). Gerüchte entstanden mutmaßlich durch die Zusammenarbeit von Renault und Mercedes bei Antrieben der Baureihe M282, die in Basismodellen der A-Klasse (z. B. A 180) verwendet wurde.

Die Falle

Wer einen gebrauchten A 35 oder A 45 S mit der Sorge „Renault-Motor“ kauft, folgt einem Mythos. Die AMG-Motoren M260 und M139 stammen aus eigener Entwicklung – und der M139 gilt mit 421 PS aus zwei Litern Hubraum als einer der stärksten Serien-Vierzylinder weltweit.

Die Implikation: Käufer sollten sich nicht von Gerüchten leiten lassen – der Motor ist ein echtes AMG-Stück, keine Renault-Kopie.

Warum sind die A45 AMG so günstig?

Im Gebrauchtwagenmarkt fallen die Preise für den A 45 S auffällig schnell. Das liegt nicht an mangelhafter Qualität, sondern an mehreren Marktfaktoren.

Faktoren für niedrige Restwerte

  • Hohe Laufleistung: Viele A 45 S werden als Jahreswagen mit 30.000+ Kilometern angeboten (AutoScout24)
  • Hohe Unterhaltskosten: Versicherung (Typklasse 28–30), Kraftstoffverbrauch (ca. 9–14 l/100 km laut ADAC), Steuern und Wartung drücken die Nachfrage (ADAC)
  • Preissensibler Markt: Kompakte Sportlimousinen sind in Deutschland weniger gefragt als SUVs oder Coupés (Wikipedia)
Fazit: Der Mercedes-AMG A 45 S ist kein Ramschangebot – er wird von Marktmechanismen günstiger, die spezifisch für kompakte Hochleistungsfahrzeuge gelten. Für Käufer mit begrenztem Budget bedeutet das: ein Topmodell zum reduzierten Preis, aber mit höheren laufenden Kosten.

Der Markt bestraft kompakte Hochleistungsmodelle – Käufer profitieren von niedrigen Anschaffungspreisen, müssen aber höhere laufende Kosten stemmen.

Ist ein AMG ein Luxusauto?

AMG steht seit 1967 für Hochleistungsmotoren und Sportlichkeit – nicht zwingend für Luxusausstattung. Die A-Klasse AMG bietet Premium-Elemente (Leder, AMG-Sportsitze, Digitalcockpit), bleibt aber ein kompakter Sportwagen der unteren Mittelklasse.

  • Positionierung: Performance-Marke, kein Luxussegment (vergleichbar mit BMW M oder Audi RS) (Wikipedia)
  • Vergleich zur S-Klasse: A-Klasse AMG hat nicht die Materialqualität und den Federungskomfort einer S-Klasse, auch wenn die AMG-Sitze sportlicher sind.

Für den deutschen Markt bedeutet das: Ein AMG ist ein Statussymbol für Leistung und Dynamik, nicht für puren Luxus. Käufer, die Wert auf Ledersitze in Massagefunktion und adaptive Luftfederung legen, sind mit einer E-Klasse oder S-Klasse besser bedient.

Die folgende Tabelle zeigt die technischen Unterschiede zwischen den beiden Modellen.

Modell Leistung Drehmoment Getriebe Antrieb
Mercedes-AMG A 35 4MATIC 225 kW (306 PS) 400 Nm 7-Gang-Doppelkupplung Frontantrieb (4MATIC optional)
Mercedes-AMG A 45 S 4MATIC+ 310 kW (421 PS) 500 Nm 8-Gang-Doppelkupplung Allrad (4MATIC+)

Das entscheidende Detail: Der A 45 S hat einen Hubraum von 1.991 cm³ (ADAC), der gleiche wie der A 35 – aber die Leistung pro Liter liegt beim A 45 S bei über 210 PS/Liter, während der A 35 auf etwa 153 PS/Liter kommt.

Der A 35 ist kein Luxusauto, sondern der günstigste Einstieg in die AMG-Welt – das ist sein eigentlicher Wert.

Welche AMG-Modelle der A-Klasse gibt es?

Mercedes-AMG bietet derzeit zwei Ausführungen der A-Klasse an: den A 35 4MATIC und den A 45 S 4MATIC+. Eine „normale“ A 45 ohne „S“ wird nicht mehr produziert. Der ADAC verortet den A 45 S in der Baureihe W177 mit Modellstart 10/22 und Modellende 01/24 (ADAC).

„Der Mercedes-AMG A 35 4MATIC leistet 225 kW (306 PS) und 400 Nm Drehmoment – perfekt für den Alltag, ohne auf Komfort zu verzichten.“

Mercedes-Benz Deutschland, offizielle Produktseite

„Der A 45 S ist das Topmodell der A-Klasse-Kompaktlimousine – 310 kW (421 PS) und 500 Nm machen ihn zum stärksten Serien-Vierzylinder in der Kompaktklasse.“

Mercedes-AMG Deutschland, Produktseite

Die AMG-SPEEDSHIFT-Getriebe unterscheiden sich: Der A 35 nutzt ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, der A 45 S eine 8-Gang-Variante. Das bedeutet im Alltag: der A 45 S schaltet einen Gang mehr, was bei Autobahnfahrten Drehzahlen senkt und den Verbrauch leicht verbessert.

Für Käufer in Deutschland stellt sich die Frage: 306 PS für rund 45.000 € oder 421 PS für ca. 65.000 €? Der A 35 ist der sparsamere Allrounder mit niedrigeren Unterhaltskosten, der A 45 S der Extremist für die Rennstrecke.

Häufig gestellte Fragen

Welche Unterschiede gibt es zwischen dem Mercedes-AMG A 35 und A 45 S?

Der A 35 hat 306 PS, Frontantrieb (4MATIC optional) und ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Der A 45 S hat 421 PS, Allrad (4MATIC+) und ein 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Preisunterschied liegt bei rund 20.000 €.

Ist der A45 AMG sein Geld wert?

Ja, wenn man Wert auf Rennstrecken-Performance und das stärkste Serien-Vierzylinder-Aggregat in der Kompaktklasse legt. Der ADAC-Test bestätigt 0–100 km/h in 3,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h.

Wie hoch ist der Unterhalt für eine A-Klasse AMG?

Versicherung (Typklasse 28–30), Kraftstoffverbrauch (8,5–14 l/100 km laut ADAC und Mercedes-Benz), Steuern und Wartung können jährlich 3.000–5.000 € kosten – je nach Fahrprofil.

Welches AMG-Modell ist das beste für den Alltag?

Der A 35 bietet mehr Komfort, niedrigere Betriebskosten und Alltagstauglichkeit. Der A 45 S ist ein Spezialist für hohe Leistungen und Rennstrecke bei höheren Kosten.

Wann wurde der erste A45 AMG vorgestellt?

Der erste Mercedes-AMG A 45 (Baureihe W176) wurde 2013 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt. Der aktuelle A 45 S (Baureihe W177) kam 2019 auf den Markt (Wikipedia).

Wie schnell ist der Mercedes-AMG A 45 S von 0 auf 100?

Laut ADAC-Datenblatt in 3,9 Sekunden (ADAC).

Gibt es die A-Klasse AMG auch als Limousine?

Ja, Mercedes-AMG bietet den A 35 und A 45 S sowohl als fünftüriges Schrägheck (Kompaktlimousine) als auch als Stufenheck-Limousine an (Mercedes-AMG Deutschland).

Die A-Klasse AMG bleibt ein eigenständiges Performance-Statement: Sie vereint Kompaktheit mit Hochleistungsmotoren, die von Mercedes-AMG entwickelt und nicht bei Renault zugekauft sind. Für den Käufer in Deutschland bedeutet das: Wer 306 PS sucht, findet den A 35 als günstigsten Einstieg in die AMG-Welt. Wer die volle Leistung will, muss mit dem A 45 S tief in die Tasche greifen – und mit höheren Unterhaltskosten rechnen. Die Entscheidung ist klar: Alltagsfahrer wählen den A 35, Enthusiasten den A 45 S.



James Alfie Bennett Morgan

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James Alfie Bennett Morgan

Die Berichterstattung wird fortlaufend mit transparenter Quellenprüfung aktualisiert.