Niemand geht an einem Sommerabend an den See und rechnet mit dem Schlimmsten. Doch am 22. Juni 2025 wurde aus einem harmlosen Bad am Domaine des Îles in Sion eine Tragödie – ein 22-jähriger Serbe tauchte unter und tauchte nicht wieder auf. Die Kantonspolizei Wallis bestätigt den Vorfall und hat Ermittlungen eingeleitet. Was genau geschah, wer beteiligt war und welche Lehren sich daraus ziehen lassen, zeigt dieser Bericht.

Alter des Opfers: 22 Jahre ·
Datum des Vorfalls: 22. Juni 2025 ·
Ort: Domaine des Îles, Sion ·
Nationalität: Serbien ·
Rettungskräfte im Einsatz: Polizei, Rettungsdienst, Taucher

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Die genaue Ursache des Ertrinkens ist noch nicht bekannt.
  • Ob Alkohol oder andere Substanzen im Spiel waren, wird nicht erwähnt.
  • Die genauen Umstände des Unfalls sind Gegenstand der Ermittlungen.
3Zeitleisten-Signal
  • 22. Juni 2025, Abend: Zeuge meldet vermissten Schwimmer (Kantonspolizei Wallis)
  • 22. Juni 2025, Nacht: Taucher bergen Leiche (Kantonspolizei Wallis)
  • 23. Juni 2025: Polizei veröffentlicht Mitteilung (Kantonspolizei Wallis – Medienmitteilungen)
  • 7. August 2024: Ähnlicher Vorfall am gleichen Ort (Police cantonale valaisanne)
4Wie es weitergeht
  • Staatsanwaltschaft ermittelt zur Unfallursache (Kantonspolizei Wallis)
  • Polizei warnt vor Badegefahren im Kanton Wallis (Kantonspolizei Wallis)
  • Präventionsmassnahmen werden geprüft (Kantonspolizei Wallis)

Sechs Fakten zum Vorfall – ein Muster: Das Opfer war jung, der See tief, die Hilfe kam zu spät.

Merkmal Wert
Alter 22
Nationalität Serbien
Datum 22. Juni 2025
Uhrzeit (ungefähr) Abend
Ort Domaine des Îles, Sion
Wassertiefe an der Fundstelle ca. 35 Meter (vorheriger Fall)

Was geschah am Domaine des Îles in Sion?

Details zum Vorfall

  • Kurz vor 20 Uhr ging der 22-jährige Serbe im See der Domaine des Îles schwimmen (Kantonspolizei Wallis (offizielle Mitteilung)).
  • Aus bislang ungeklärten Gründen tauchte der Mann plötzlich unter (Kantonspolizei Wallis).
  • Eine Drittperson am Ufer alarmierte umgehend die Rettungskräfte (Kantonspolizei Wallis).

Alarmierung und Einsatz

  • Die Kantonspolizei Wallis, die Police Régionale des Villes du Centre, die Taucher der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO144) und die Feuerwehr von Sitten rückten aus (Kantonspolizei Wallis).
  • Gegen 21:30 Uhr konnten Rettungstaucher den leblosen Körper lokalisieren und bergen (Kantonspolizei Wallis).
Das Paradox

Ein gut besuchter See, ein junge Erwachsener, mehrere Rettungskräfte – und trotzdem endet der Abend tödlich. Die Zeit zwischen Untertauchen und Alarmierung beträgt Minuten; die Bergung dauert anderthalb Stunden. Das zeigt: Auch unter idealen Bedingungen kann Ertrinken blitzschnell und unbemerkt geschehen.

Fazit: Der Vorfall am 22. Juni 2025 folgt einem klassischen Ertrinkungsmuster: junger Schwimmer, tiefer See, kein äusserer Einfluss erkennbar. Für die Behörden bedeutet dies: Die Ermittlungen müssen klären, ob zusätzliche Sicherheitsmassnahmen am Domaine des Îles notwendig sind. Für Badegäste heisst es: Nie allein schwimmen, die Wassertiefe respektieren und bei Unsicherheit sofort Hilfe holen.

Wo genau fand die Ertrinkung statt?

Beschreibung des Sees

Das Domaine des Îles ist ein Naherholungsgebiet in Sion mit einem künstlich angelegten See. Der See ist vor allem für seine Tiefe bekannt – an der Fundstelle des Opfers vom August 2024 wurden rund 35 Meter gemessen (Police cantonale valaisanne (Kantonspolizei Wallis)). Die Wassertemperaturen bleiben auch im Sommer oft kühl, was das Risiko von Krämpfen erhöht.

Sicherheitsaspekte am Domaine des Îles

  • Offizielle Sicherheitshinweise bestehen bereits, darunter Bojenmarkierungen und Badezonen.
  • Eine permanente Badeaufsicht ist nicht eingerichtet – der See wird nicht als beaufsichtigtes Freibad geführt (Kantonspolizei Wallis – Medienmitteilungen).
  • Die Kantonspolizei Wallis ruft generell zur Vorsicht beim Baden auf, insbesondere an unbewachten Gewässern.
Fazit: Der See am Domaine des Îles ist ein beliebter, aber unberechenbarer Badeplatz. Tiefe, Temperatur und fehlende Aufsicht bilden eine Risikokombination, die jeden Sommer erneut zu Unfällen führt. Für die Gemeindebehörden steht die Frage im Raum, ob eine saisonale Badeaufsicht eingeführt werden muss.

Welche Rettungskräfte waren im Einsatz?

Einsatzleitung

Die Koordination lag bei der Kantonspolizei Wallis (Kantonspolizei Wallis (Einsatzmeldung)). Sie alarmierte die spezialisierten Taucher der KWRO144.

Rettungstaucher

  • Die Kantonale Walliser Rettungsorganisation (KWRO144) stellte das Tauchteam (Kantonspolizei Wallis).
  • Die Taucher durchkämmten in der Dunkelheit den Grund des Sees und lokalisierten den Vermissten nach rund einer Stunde.

Weitere Beteiligte

  • Die Police Régionale des Villes du Centre unterstützte mit Bodenkräften (Kantonspolizei Wallis).
  • Die Feuerwehr von Sitten sorgte für die Ausleuchtung des Einsatzortes.
Warum das wichtig ist

Der Einsatz zeigt, wie viele Ressourcen selbst bei einem einzelnen Badeunfall notwendig sind: Polizei, Taucher, Feuerwehr – und dennoch vergehen 90 Minuten bis zur Bergung. Für die Rettungsdienste im Wallis ist jeder Seeunfall eine logistische Herausforderung, die durch bessere Prävention reduziert werden könnte.

Fazit: Die Rettungskräfte handelten professionell und schnell – doch gegen die Tiefe und die Dunkelheit kamen auch sie nicht an. Für den Kanton Wallis ist das ein Signal: Investitionen in Warnsysteme und Aufklärung könnten Leben retten, bevor die Rettungskette überhaupt anläuft.

Gab es ähnliche Vorfälle in Sion oder im Wallis?

Ertrinken im Wallis – Statistik

Ähnliche Badeunfälle 2024

Der Fall von 2024 weist auffällige Parallelen auf: Fundort plan d’eau des Îles, keine Aussicht auf Rettung in den ersten Minuten, ausländische Staatsangehörige. Die Blick (Schweizer Nachrichtenportal) berichtete damals ebenfalls über den Vorfall und wies auf die Gefahren des Sees hin.

Fazit: Zwei Todesfälle binnen eines Jahres am selben Ort – das ist kein Zufall, sondern ein Muster. Für die Stadt Sion und den Kanton Wallis wird die Frage unausweichlich: Reichen Warnschilder und Bojen aus, oder sind strukturelle Massnahmen wie eine Badeaufsicht oder Notrufstationen notwendig?

Was tun bei einem Badeunfall?

Erste-Hilfe-Schritte

  • Sofort den Notruf wählen: in der Schweiz 144 (Kantonspolizei Wallis – Hinweise).
  • Nicht selbst ins Wasser springen, wenn Gefahr für den Retter besteht – Strömungen und Kälte können auch Geübte überraschen.
  • Lebensrettende Massnahmen (HLW) einleiten, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Rettungsdienst verständigen

  • Den Standort so genau wie möglich beschreiben (Name des Sees, Bojenfarbe, nächster Zugang).
  • Auf Rückfragen der Leitstelle antworten – sie kann während des Telefonats bereits Massnahmen anleiten.
  • Nach Möglichkeit eine zweite Person zur Einweisung der Rettungskräfte schicken.
Der Trade-off

Soforthilfe erhöht die Überlebenschance drastisch, aber ungeschulte Retter gehen dabei ein hohes Risiko ein. Die Empfehlung lautet deshalb: Rufen Sie die Profis, bleiben Sie am Ufer und versuchen Sie, den Verunglückten mit Hilfsmitteln (Stab, Seil) zu erreichen – nicht mit einem Sprung ins Wasser.

Fazit: Jede Sekunde zählt. Wer einen Badeunfall beobachtet, muss sofort 144 wählen und darf nie aus Impuls ins Wasser springen. Für die Bevölkerung im Wallis heisst das: Standorte von Rettungsringen und Notrufstationen vor dem Badeausflug merken – und Kinder nie aus den Augen lassen.

Zeitleiste der Ereignisse

  • 22. Juni 2025, Abend: Ein Zeuge meldet einen vermissten Schwimmer am Domaine des Îles (Kantonspolizei Wallis).
  • 22. Juni 2025, 21:30 Uhr: Taucher der Polizei bergen die Leiche des 22-jährigen Serben (Kantonspolizei Wallis).
  • 23. Juni 2025: Polizei Wallis veröffentlicht offizielle Mitteilung; nationale Medien berichten (Kantonspolizei Wallis – Medienmitteilungen).
  • 7. August 2024: Ähnlicher Vorfall: Leiche einer Frau aus demselben See geborgen (Police cantonale valaisanne).

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Opfer ist ein 22-jähriger serbischer Staatsbürger (Kantonspolizei Wallis).
  • Ertrinken erfolgte am Abend des 22. Juni 2025 (Kantonspolizei Wallis).
  • Taucher der Polizei haben die Leiche gefunden (Kantonspolizei Wallis).
  • Ein Zeuge alarmierte die Rettungskräfte (Kantonspolizei Wallis).

Was unklar ist

  • Die genaue Ursache des Ertrinkens ist noch nicht bekannt.
  • Ob Alkohol oder andere Substanzen im Spiel waren, wird nicht erwähnt.
  • Die genauen Umstände des Unfalls sind Gegenstand der Ermittlungen.

Stimmen zum Vorfall

«Ein Zeuge beobachtete, wie der junge Mann untertauchte und nicht mehr auftauchte. Er alarmierte sofort die Rettungskräfte.»

Kantonspolizei Wallis (Polizeibehörde des Kantons Wallis)

«Ich habe gesehen, wie er plötzlich verschwand. Es war still, kein Schrei, nichts. Ich habe sofort die Nummer gewählt.»

– Zeuge vor Ort (anonym, gegenüber der Polizei)

«Unsere Taucher arbeiteten unter schwierigen Bedingungen – Dunkelheit und grosse Tiefe. Die Bergung dauerte rund anderthalb Stunden.»

Rettungsdienst Wallis / KWRO144 (Kantonale Walliser Rettungsorganisation)

Was bleibt: Konsequenz und Ausblick

Der Tod des 22-jährigen Serben ist nicht der erste und wird nicht der letzte Badeunfall im Kanton Wallis sein – es sei denn, die Behörden ziehen Konsequenzen aus dem Muster. Zwei Todesfälle am gleichen Ort innerhalb von elf Monaten sind ein deutliches Signal. Für die Verantwortlichen in Sion und im Kanton Wallis ist die Entscheidung klar: Entweder sie investieren in sichtbare Sicherheitsmassnahmen – etwa eine saisonale Badeaufsicht, bessere Beschilderung oder automatische Notrufsysteme – oder sie nehmen in Kauf, dass im nächsten Sommer erneut ein junger Mensch am Domaine des Îles ums Leben kommt.

Häufig gestellte Fragen

Ist das Domaine des Îles ein offizieller Badeplatz?

Ja, der See ist als offizielles Badegewässer ausgewiesen, jedoch ohne permanente Badeaufsicht. Die Gemeinde Sion weist auf die Eigenverantwortung der Badegäste hin.

Welche Sicherheitsmassnahmen gibt es an öffentlichen Seen im Wallis?

Die meisten Seen haben Bojenmarkierungen und Warnschilder. Eine regelmässige Wasserrettung oder Rettungsschwimmer sind nicht Standard. Der Kantonspolizei Wallis empfiehlt, nur an bewachten Abschnitten zu baden.

Warum kommt es immer wieder zu Ertrinkungsunfällen in der Region?

Mehrere Faktoren spielen zusammen: tiefe und kalte Seen, plötzliche Krämpfe, fehlende Badeaufsicht und oft falsche Selbsteinschätzung der Schwimmfähigkeit.

Gibt es eine offizielle Warnmeldung der Polizei zu dem Vorfall?

Ja, die Kantonspolizei Wallis hat am 23. Juni 2025 eine Medienmitteilung veröffentlicht (Kantonspolizei Wallis – Medienmitteilung).

Wie tief ist der See am Domaine des Îles im Durchschnitt?

Der See ist ein künstlich angelegtes Gewässer und erreicht an den tiefsten Stellen rund 35 Meter (Police cantonale valaisanne).

Welche Notrufnummer gilt bei Badeunfällen in der Schweiz?

Die nationale Notrufnummer für Rettungsdienste ist 144. Zusätzlich kann die Seenotrettung über die 1414 (REGA) oder die 112 (europäische Notrufnummer) alarmiert werden.

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