Ein scharfes „Repreprep” schallt von den Feldern — das Rebhuhn hat die NABU/LBV-Wahl zum Vogel des Jahres 2026 gewonnen. Mit 81.855 Stimmen (44,5 %) setzt sich der bedrohte Feldvogel klar gegen Amsel, Waldohreule und Schleiereule durch und löst den Hausrotschwanz ab.

Gewinner 2026: Rebhuhn · Stimmen: 81.855 (44,5 %) · Vorgänger: Hausrotschwanz · Organisator: NABU · Start: Januar 2026

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Rebhuhn mit 81.855 Stimmen (44,5 %) Sieger (NABU)
  • Gesamtstimmen: 184.044 — Rekordbeteiligung (NABU)
  • Ergebnis am 9. Oktober 2025 bekanntgegeben (NABU)
2Was unklar ist
  • Kandidaten für 2027 noch nicht öffentlich
  • Regionale Stimmverteilung nicht veröffentlicht
  • Internationale Gewinner 2026 teilweise unbekannt
3Zeitleisten-Signal
  • Aktion läuft seit 1971; öffentliche Wahl seit 2021 (NABU)
  • Nächste Abstimmung: 8. September bis 15. Oktober 2026 (LBV)
  • Rebhuhn übernimmt offiziell im Januar 2026 (NABU)
4Wie es weitergeht
  • NABU will auf Lebensraumverlust hinweisen
  • Intensive Landwirtschaft bleibt Hauptproblem
  • Fünf neue Kandidaten für 2027 im Herbst wählbar

Diese Tabelle fasst die wichtigsten Daten zur Abstimmung zusammen:

Begriff Detail
Wissenschaftlicher Name Perdix perdix
Gefährdungsstatus Stark rückläufig
Stimmenzahl 81.855 (44,5 %)
Gesamtstimmen 184.044
Platz 2 Amsel — 49.011 Stimmen (26,6 %)
Platz 3 Waldohreule — 23.352 Stimmen (12,7 %)
Platz 4 Schleiereule — 21.556 Stimmen (11,7 %)
Platz 5 Zwergtaucher — 8.270 Stimmen (4,5 %)
Abstimmungsdatum 9. Oktober 2025
Organisatoren NABU und LBV
NABU-Seite nabu.de/vogel-des-jahres

Wie heißt der Vogel des Jahres 2026?

Das Rebhuhn hat die Abstimmung von NABU und LBV klar für sich entschieden. Mit 81.855 Stimmen — das entspricht 44,5 Prozent aller abgegebenen Wahlzettel — sicherte sich der Hühnervogel den ersten Platz deutlich vor der Amsel (NABU). Das Ergebnis wurde am 9. Oktober 2025 offiziell bekanntgegeben.

Die Botschaft

NABU wählte das Rebhuhn bewusst, um auf die Probleme der Agrarlandschaft aufmerksam zu machen. Wo monotone Felder Hecken und Brachen verdrängen, findet der Vogel kaum noch Nahrung und Brutplätze.

Abstimmungsergebnis im Detail

Insgesamt beteiligten sich 184.044 Menschen an der Abstimmung — ein neuer Rekord für die sechste öffentliche Wahl von NABU und LBV (NABU). Der deutliche Vorsprung des Rebhuhns vor der Amsel zeigt, dass die Wähler gezielt den bedrohten Feldvogel bevorzugten.

Stimmenverteilung

  • Rebhuhn: 81.855 Stimmen (44,5 %)
  • Amsel: 49.011 Stimmen (26,6 %)
  • Waldohreule: 23.352 Stimmen (12,7 %)
  • Schleiereule: 21.556 Stimmen (11,7 %)
  • Zwergtaucher: 8.270 Stimmen (4,5 %)

NABU-Vogelschutzexperte Martin Rümmler kommentierte die Rekordbeteiligung: „Das war eine Rekord-Wahlbeteiligung! Wir freuen uns sehr, dass Vögel und die Natur so viele Menschen bewegen” (NABU).

Die Rekordbeteiligung signalisiert wachsendes öffentliches Interesse am Vogelschutz und an der Frage, wie die Agrarlandschaft gestaltet werden sollte.

Ist der Eisvogel der Vogel des Jahres 2026?

Nein, der Eisvogel war nicht unter den Kandidaten für 2026. Das Rebhuhn setzte sich gegen Amsel, Waldohreule, Schleiereule und Zwergtaucher durch. Der Eisvogel war bereits 2009 zum Vogel des Jahres gewählt worden und stand damit nicht zur Abstimmung (NABU).

Kandidatenübersicht

Fünf Kandidaten wurden von Fachleuten ausgewählt und im September 2025 zur Abstimmung gestellt (DER SPIEGEL). Jeder Kandidat repräsentiert einen bestimmten Lebensraum oder eine bestimmte Bedrohung.

Warum nicht der Eisvogel?

Der Eisvogel genießt in Deutschland zwar einen vergleichsweise stabilen Bestand, leidet aber unter Gewässerverschmutzung und Verbauung seiner Lebensräume. Die Entscheidung, das Rebhuhn zu wählen, unterstreicht den Fokus von NABU auf Feldvögel, die unter intensiver Landwirtschaft besonders leiden (LBV).

Warum NABU auf Rebhuhn setzt

Der Feldvogel steht symbolisch für die Krise der Agrarlandschaft. Wo einst Blühstreifen und Brachen die Felder gliederten, dominieren heute Monokulturen — und das Rebhuhn verschwindet zunehmend aus der deutschen Landschaft.

Vogel des Jahres 2026 — weltweiter Vergleich

Die Aktion „Vogel des Jahres” hat international Nachahmer gefunden. In verschiedenen Ländern werden eigene Wahlen organisiert, oft mit ähnlichen Zielen wie in Deutschland: Aufmerksamkeit für bedrohte Arten und ihre Lebensräume.

Vergleich Deutschland und international

In der Schweiz und Österreich gibt es vergleichbare Programme, die von ornithologischen Gesellschaften organisiert werden. Die Koordination zwischen Ländern ist informell; ein gemeinsamer weltweiter „Vogel des Jahres” existiert nicht.

Gewinner in anderen Ländern

Das Rotkehlchen wurde international 2021 zum Vogel des Jahres gekürt — eine Auswahl, die von BirdLife International koordiniert wurde (NABU). In Großbritannien wählt die RSPB seit Jahrzehnten den „Bird of the Year”, wobei die Auswahl oft kulturelle Bedeutung reflektiert.

Repreprep ruft es von den Feldern: Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026.

LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz)

Warum ist der Eisvogel so selten?

Der Eisvogel ist nicht flächendeckend selten, aber regional gefährdet. Seine Bestände pendeln je nach Gewässerqualität und Uferverbauung. Anders als das Rebhuhn, das auf offene Agrarlandschaft angewiesen ist, braucht der Eisvogel klare, strukturreiche Gewässer mit Abbruchkanten für seine Brut.

Gefährdungsfaktoren

  • Gewässerverschmutzung reduziert Nahrungsangebot
  • Uferverbauung zerstört Brutplätze
  • Klimawandel beeinflusst Wintersterblichkeit

Schutzmaßnahmen

NABU setzt sich für die Renaturierung von Flüssen und Bächen ein. Strukturreiche Ufer mit Totholz und Sandbänken bieten dem Eisvogel ideale Bedingungen. In Schutzgebieten können Populationen stabil gehalten werden.

Die Etablierung von Gewässerschutzprogrammen könnte langfristig dazu beitragen, die Bestände des Eisvogels zu sichern.

Welcher Vogel gilt als Todesbote?

In der europäischen Kulturgeschichte werden Rabenvögel häufig mit Tod und Unheil in Verbindung gebracht. Raben, Krähen und Elstern begleiten Klagelieder und Begräbnisse in Literatur und Volksglauben — eine Tradition, die sich bis in die Antike zurückverfolgen lässt.

Mythologie und Aberglaube

Der Rabe galt in nordischer Mythologie als Bote der Götter; in keltischer Überlieferung warnten Raben vor nahendem Unheil. Diese Verbindungen zwischen dunklen Vögeln und Todesseherschaft haben sich in der modernen Folklore erhalten.

Kulturelle Unglücksbringer

Elstern und Raben werden in manchen Regionen als Vorzeichen gedeutet — obwohl ornithologisch betrachtet keine Verbindung zwischen diesen Arten und Sterbefällen besteht. Der Aberglaube spiegelt die enge Beobachtung von Vogelverhalten und menschlicher Angst vor dem Unbekannten wider.

Rabenvögel in der Mythologie

  • Nordische Mythologie: Odins Raben Hugin und Munin als Weisheitsboten
  • Keltische Tradition: Krähen als Todesboten in Kriegslegenden
  • Christliche Ikonografie: Raben als Zeichen der Vergänglichkeit

Das Rebhuhn selbst genießt keine solche mythologische Bedeutung — es steht für ländliche Idylle und die Vielfalt der Agrarlandschaft, nicht für düstere Vorahnungen.

Bestätigte Fakten

  • Rebhuhn ist deutscher Vogel des Jahres 2026 (NABU)
  • 81.855 Stimmen, 44,5 Prozent (NABU)
  • Löst Hausrotschwanz ab (NABU)
  • Intensive Landwirtschaft bedroht Art (NABU)

Was unklar ist

  • Kandidaten für 2027 noch nicht bekannt
  • Regionale Stimmverteilung nicht öffentlich
  • Internationale Gewinner 2026 teilweise unbekannt

Warum das Rebhuhn bedroht ist

Das Rebhuhn bevorzugt offene Landschaften mit Hecken, Brachen und extensiv genutzten Feldern. Intensive Landwirtschaft mit Monokultur, pestizidbelasteten Böden und dem Verlust von Blühstreifen setzt dem Hühnervogel stark zu (NABU).

Lebensraum schrumpft

Wo einst mehrjährige Fruchtfolgen und Brachflächen die Felder strukturierten, dominieren heute Maisäckern und schnell drehende Getreidefolgen. Das Rebhuhn findet kaum noch Insekten für seine Küken — und ohne Nahrung gibt es keine erfolgreiche Brut.

Was NABU fordert

  • Mehr Blühstreifen an Feldrändern
  • Verzicht auf Insektizide in Brutgebieten
  • Heckenschutz und Brachflächenförderung
  • Extensivierung der Feldbewirtschaftung

Der LBV betont: Der Lebensraum schrumpft durch monotone Agrarflächen, und ohne Gegenmaßnahmen wird das Rebhuhn in Deutschland weiter abnehmen (LBV).

Die Förderung von Blühstreifen und Heckenschutz ist für Landwirte und Naturschützer gleichermaßen relevant — die Zukunft des Rebhuhns hängt von der Bereitschaft ab, agrarpolitische Kurskorrekturen vorzunehmen.

Zeitleiste: Die Entwicklung der Aktion

Diese Zeitleiste dokumentiert die wichtigsten Meilensteine der NABU/LBV-Initiative:

Zeitpunkt Ereignis
1971 Start der Aktion „Vogel des Jahres” durch NABU und LBV (NABU)
2021 Einführung der öffentlichen Abstimmung — seither wählen Bürger jährlich (NABU)
9. Oktober 2025 Ergebnis der Rebhuhn-Wahl offiziell bekanntgegeben (NABU)
14. Oktober 2025 Pressemitteilung von LBV/NABU mit Details zur Rekordbeteiligung (WW-Kurier)
Januar 2026 Rebhuhn übernimmt offiziell als Vogel des Jahres
8. September — 15. Oktober 2026 Nächste öffentliche Abstimmung (LBV)

Vorherige Gewinner im Überblick

Die Liste der bisherigen Gewinner zeigt, dass NABU und LBV regelmäßig bedrohte Arten in den Fokus rücken — von Greifvögeln über Singvögel bis hin zu Wasseramsel und Feldvögeln.

  • 2025: Hausrotschwanz
  • 2024: Kiebitz
  • 2023: Wachtel
  • 2022: Wasseramsel
  • 2021: Rotkehlchen
  • 2020: Mehlschwalbe
  • 2019: Wendehals
  • 2017: Waldkauz

Die Aktion hat Nachahmer gefunden — etwa den „Baum des Jahres”, der in ähnlicher Weise auf Baumarten und Ökosysteme aufmerksam macht (NABU).

NABU und LBV nutzen die jährliche Wahl gezielt, um auf wechselnde ökologische Herausforderungen aufmerksam zu machen und das Bewusstsein für Artenschutz zu stärken.

Fazit: NABU hat mit dem Rebhuhn einen Vogel gewählt, der stellvertretend für die Probleme der Agrarlandschaft steht. Das Ergebnis zeigt: Landwirte und Naturschützer müssen gemeinsam handeln — Blühstreifen und Heckenschutz sind keine Option, sondern Notwendigkeit — oder der Feldvogel verschwindet weiter aus der deutschen Landschaft.

Das scheue Rebhuhn mag zum Vogel des Jahres 2026 gekürt worden sein, doch der afrikanische Strauß bleibt als größter lebender Vogel unübertroffen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Wildtier des Jahres 2026?

Das Wildtier des Jahres ist eine separate Aktion, die von anderen Organisationen durchgeführt wird. Der NABU konzentriert sich auf Vögel; für 2026 liegt der Fokus auf dem Rebhuhn als Vogel des Jahres.

Wer waren die Kandidaten für Vogel des Jahres 2026?

Fünf Kandidaten standen zur Auswahl: Rebhuhn (Sieger), Amsel, Waldohreule, Schleiereule und Zwergtaucher. Die Kandidaten werden von Fachleuten ausgewählt.

Wann wurde das Ergebnis für 2026 bekanntgegeben?

Das Ergebnis wurde am 9. Oktober 2025 offiziell durch NABU bekanntgegeben. Die Pressemitteilung folgte am 14. Oktober 2025.

Warum wird jährlich ein Vogel des Jahres gewählt?

NABU und LBV wollen mit der Aktion auf bedrohte Arten und ihre Lebensräume aufmerksam machen. Jährlich wechselt der Fokus, um verschiedene Ökosysteme und Gefährdungsursachen zu beleuchten.

Gibt es einen Vogel des Jahres 2027?

Noch nicht. Die Kandidaten für 2027 werden voraussichtlich im September 2026 zur Abstimmung gestellt. Die nächste Wahl läuft vom 8. September bis 15. Oktober 2026.

Wo finde ich Bilder vom Vogel des Jahres 2026?

Offizielle Bilder und Informationen finden sich auf nabu.de im Bereich „Vogel des Jahres 2026″. Dort sind auch Steckbriefe und Informationen zum Lebensraum verfügbar.

Welche Rolle spielt NABU bei der Wahl?

NABU ist gemeinsam mit dem LBV (bayerischer Partner) für die Organisation und Durchführung der jährlichen Wahl verantwortlich. Die Aktion läuft seit 1971, die öffentliche Abstimmung seit 2021.

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